Ein IP5X- oder IP6X-Test ist der unumstrittene Standard, wenn es darum geht, den Schutz eines Gehäuses gegen das Eindringen von Festkörpern und Staub nachzuweisen. Aber ein bestandener IP-Test beantwortet eine entscheidende Frage noch nicht: Wie verhält sich das System, wenn sich Staub über Monate hinweg schleichend und gleichmäßig auf den Bauteilen ablagert? Hier stoßen Kurzzeit-Wirbelverfahren an ihre Grenzen. In realen Industrieumgebungen wie Werkstätten oder Produktionshallen herrscht selten ein Staubsturm. Dort dominiert ein physikalisch anderes Phänomen: Die Sedimentation.
Um diese Lücke in der Qualifikation zu schließen, setzen wir auf die DIN EN 60068-2-68, Methode Lb (Frei sedimentierender Staub). Während der IP-Test die Barriere prüft, untersuchen wir mit der Methode Lb das thermische und elektrische Systemverhalten unter realer Dauerbelastung. Wir simulieren, wie sich die feine Staubschicht über die Zeit wie eine Isolationsschicht auf Kühlkörper legt oder Kriechströme auf Leiterplatten provoziert. Das Ergebnis für Entwickler? Maximale Sicherheit, dass das
Produkt nicht nur dicht ist, sondern auch unter realer Staublast über Jahre hinweg thermisch stabil bleibt. Wir prüfen Ihre Bauteile auf Herz und Nieren – bis ins Zehntelmilligramm genau.
⁉️Die exakten Labor-Parameter (Mengen, Korngrößen und warum das Intervall entscheidend ist)
‼️Die Sedimentationsrate: Die Staubkonzentration wird extrem fein eingewogen und gesteuert. Gemäß den normativen Anforderungen arbeiten wir mit einer kontinuierlichen Sedimentationsrate von 6 ± 1 g/m² pro Tag (24 Stunden), um eine homogene, realitätsgetreue Schichtung zu erzeugen.
Haben Sie Fragen zur Staubprüfung oder benötigen Sie Unterstützung bei der Qualifizierung Ihrer Produkte? Sprechen Sie uns gerne an!






